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Erlös



I. Rechnungswesen


Auf besonderen Ertragskonten ausgewiesener Gegenwert aus Verkauf, Vermietung und Verpachtung von Produkten, Waren und Dienstleistungen, vermindert um Umsatzsteuer und Erlösschmälerungen (Umsatzerlös). Die Erlöse umfassen in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) die Umsatzerlöse und einen Teil der sonstigen betrieblichen Erträge. Beim Liquidationsverkauf kann der Erlös einen steuerpflichtigen Liquidationsgewinn enthalten.
1. Erlös als Gegenbegriff der Kosten
Diese Begriffsfassung setzt sich zunehmend durch mit der Folge, dass der Begriff der Leistung als früher dominierender Gegenbegriff (Kosten- und Leistungsrechnung) nunmehr das Mengengerüst der Erlöse kennzeichnet.
2. Erlösarten
Teile eines Gesamterlöses, die für bestimmte Entgeltkomponenten (Teilpreise) anfallen, z.B. Grundgebühr und leistungsabhängige Gebühr für Fernsprechleistungen. Vgl. auch Einzelerlös, Gemeinerlös, negativer Erlös, Nettoerlös, Bruttoerlös.

II. Preis- und Markttheorie


Umsatz: stellt das mathematische Produkt aus Preis p und Menge X dar:
U=P x X
Mittels dieser Definition gelangt man zur Erlös- oder Umsatzfunktion. Ist p = f (X) die Preisabsatzfunktion, so folgt: U(X) = f(X) x X
Häufig benutzte Spezialfälle ergeben sich beim Mengenanpasser-Fall (p = f (X) = p), nämlich:
U = p x X, wobei p = gegebener Marktpreis,
und bei der linearen Preisabsatzfunktion p = a - bX, nämlich:
U = aX - bX2 ("Umsatzparabel").

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