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Erfolgsrechnung



1. Begriff


Ermittlung des Erfolgs einer wirtschaftenden Institution innerhalb eines Zeitabschnitts (Totalrechnung, Periodenerfolgsrechnung). Die Art der zu erfassenden Rechengrößen hängt von den Zielen der jeweiligen Institution ab.
a) Erfolgsrechnung für erwerbswirtschaftliche Unternehmen: Im Rahmen des externen Rechnungswesens:
(1) Vergleich von Anfangs- und Schlusskapital (Eigenkapital- oder Bilanzvergleich): Stellt die einfachste Methode dar und ist bes. bei einfacher Buchführung anzuwenden. Die Quellen des Erfolgs sind nicht ersichtlich.
(2) Gewinn- und Verlustrechnung (GuV): Ermöglicht eine genauere Darstellung des Erfolgs:
(a) Bruttomethode: Berücksichtigt sämtliche Aufwendungen und Erträge;
(b) Nettomethode: Berücksichtigt nur die Uberschussbeträge (nach § 246 II HGB im handelsrechtlichen Jahresabschluss verboten). Im Rahmen des internen Rechnungswesens: Gegenüberstellung von Erlösen und Kosten.
b) Erfolgsrechnung für gemeinwirtschaftliche Unternehmen: Gegenüberstellung von sozialem Nutzen und sozialen Kosten.
Damit verbunden sind erhebliche Messprobleme. (Diese Messprobleme gelten analog für Versuche, für erwerbswirtschaftliche Unternehmen neben dem monetären Erfolg das Ergebnis gesellschaftlicher Wirkungen auszuweisen; Sozialbilanz).

2. Formen


(1) Nach der Vorgehensweise: Progressive Erfolgsrechnung und retrograde Erfolgsrechnung;
(2) nach der Erfolgsberechnung: Gesamtkostenverfahren und Umsatzkostenverfahren. vgl. auch Bruttoerfolgsrechnung, Erfolgsquellenanalyse.

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