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Aufwandsrückstellungen



Bildung von Rückstellungen für einen künftigen Aufwendungsüberschuss. Gemäß § 249 I HGB besteht Passivierungspflicht für Aufwendungen für unterlassene Instandhaltung, die in den ersten drei Monaten des folgenden Jahres nachgeholt werden, für Aufwendungen für unterlassene Abraumbeseitigung, die innerhalb von zwölf Monaten nachgeholt werden, und für Aufwendungen für Gewährleistungen ohne rechtliche Verpflichtung (Garantieverpflichtung). Passivierungswahlrechte bestehen gemäß § 249 I Nr. 2 HGB für unterlassene Aufwendungen für Instandhaltung, die innerhalb von vier bis zwölf Monaten nachgeholt werden. Weiterhin dürfen gemäß § 249 II HGB Aufwandsrückstellungen für ihrer Eigenart nach genau umschriebene, dem Geschäftsjahr oder einem früheren Geschäftsjahr zuzuordnende Aufwendungen gebildet werden, sofern sie am Abschlussstichtag wahrscheinlich oder sicher, aber hinsichtlich ihrer Höhe oder des Zeitpunktes ihres Eintritts unbestimmt sind.

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