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Abgrenzungsposten für aktive latente Steuern



Korrekturposten zu dem in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ausgewiesenen Steueraufwand (§ 274 II HGB). Liegt das handelsrechtliche Ergebnis niedriger als das steuerliche Ergebnis und gleicht sich der daraus resultierende zu hohe Steueraufwand voraussichtlich in späteren Geschäftsjahren aus, so darf in Höhe der geschätzten zukünftigen Steuerentlastung ein Abgrenzungsposten für aktive latente Steuern als Bilanzierungshilfe auf der Aktivseite der Bilanz gebildet werden (Buchungsatz: Abgrenzungsposten für aktive latente Steuern an Steuern vom Einkommen und Ertrag). Dieser Posten ist unter entsprechender Bezeichnung gesondert auszuweisen und im Anhang zu erläutern; er ist aufzulösen, sobald die Steuerentlastung eintritt oder mit ihr voraussichtlich nicht mehr zu rechnen ist. Wird das Aktivierungswahlrecht für den Abgrenzungsposten für aktive latente Steuern in Anspruch genommen, so ist die Ausschüttungssperre für Gewinne zu beachten. Neben dem Wahlrecht zur Aktivierung einer Bilanzierungshilfe gemäß § 274 II HGB besteht im Konzernabschluss gemäß § 306 HGB die Pflicht zur Bildung eines Abgrenzungsposten für aktive latente Steuern, die sich im Wege der Konsolidierungsmaßnahmen ergeben. Vgl. auch Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes.

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